Kräuter

  
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Heilpflanzen haben eine jahrtausende alte Tradition in der Heilkunde.

Sie können auch gegen verschiedene Probleme helfen, die einen dicken Bauch verursachen. Mit einer Kombination verschiedener Heilpflanzen kann man den schlank werdenden Bauch von mehreren Seiten unterstützen.

Heilpflanzen gegen Blähungen

Mehrere gern verwendete und wohlschmeckende Heilkräuter können gegen Blähungen helfen.

Sie entkrampfen die Verdauungsorgane und erleichtern die Ausscheidung der Luft im Bauch.

Wenn diese Kräuter zusammen mit der Nahrung aufgenommen werden, können sie die Entstehung der Blähungen auch verhindern. Das ist ein Grund dafür, warum Kohl traditionell zusammen mit Kümmel gekocht wird.

Typische Heilpflanzen gegen Blähungen sind:

·         Fenchel

·         Anis

·         Kümmel

·         Ingwer

·         Engelwurz

·         Pfefferminze

·         Schafgarbe

Heilpflanzen gegen Verstopfung

Gegen Verstopfung gibt es traditionell jede Menge Heilpflanzen. Viele dieser Heilpflanzen wirken jedoch abführend aufgrund einer leichten Giftwirkung. Wegen dieser Giftigkeit bemüht sich der Körper, den Darminhalt möglichst schnell los zu werden. Dann hat man zwar die Verstopfung wirksam bekämpft, aber sich dabei gleichzeitig etwas vergiftet. Das kann nicht Ziel und Zweck einer Heilpflanzen-Anwendung sein.

Daher sollte man nur mild wirkende Heilpflanzen gegen Verstopfung anwenden und von den stärker wirkenden Abführ-Kräutern besser die Finger lassen.

Folgende Heilpflanzen haben eine milde Wirkung gegen Verstopfung:

·         Alant

·         Apfel

·         Eibischblätter

·         Feigen

·         Fenchel

·         Hafer

·         Ingwer

·         Kümmel

·         Lein

·         Meerrettich

·         Paprika

·         Schafgarbe

·         Wacholderbeeren

 

Hinweis: Äpfel, Feigen, Paprika, Hafer und Meerrettich werden gegessen, damit sie gegen Verstopfung helfen. Vom Lein wird der Samen in Flüssigkeit eingeweicht verwendet.

Die anderen aufgelisteten Heilpflanzen kann man als Kräutertee einsetzen.

Heilpflanzen gegen Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen im Körper können verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Nierenprobleme, Herzschwäche, Hormonstörungen oder salzreiches Essen.

Die meisten Heilpflanzen, die gegen solche Ödeme wirken, fördern nur die Ausscheidung des Wassers über die Nieren, ohne jedoch die Ursache zu behandeln.

Wenn man häufig Ödeme hat, ohne deren Ursache zu kennen, sollte man daher einen Arzt aufsuchen. Wenn man die Ursache der Wassereinlagerungen kennt, kann man sie auch gezielt behandeln.

Nachfolgend einige typische Heilpflanzen, die die Wasserausscheidung fördern:

·         Ackerschachtelhalm

·         Birke

·         Brennnessel

·         Goldrute

·         Hauhechel

·         Holunder

Heilpflanzen zum Hormonausgleich

Ein Ungleichgewicht der Geschlechtshormone kann zur Entstehung eines dicken Bauches beitragen.

Daher ist es sinnvoll, Heilpflanzen für ein ausgewogenes Hormonsystem zu nutzen, vor allem, wenn man in den Wechseljahren ist. Auch jüngere Frauen können von diesen Heilpflanzen profitieren, wenn sie unter PMS leiden. Selbst Männer können diese Heilpflanzen einsetzen, weil sie nicht wie Hormone wirken, sondern dem Körper dabei helfen, die Hormonproduktion ins Gleichgewicht zu bringen.

Hier folgen einige Heilpflanzen, die auf das Hormonsystem ausgleichend wirken können:

·         Bockshornklee

·         Johanniskraut

·         Karotte

·         Mönchspfeffer

·         Rotklee

·         Schafgarbe

·         Soja

·         Traubensilberkerze

·         Wilder Yams

Heilpflanzen für die Stoffwechsel-Aktivität

Für den Stoffwechsel gibt es traditionell jede Menge Heilpflanzen. Inwieweit jeder dieser Pflanzen jedoch tatsächlich die Stoffwechselaktivität anregt, ist jedoch bei den meisten dieser Pflanzen unklar.

Viele der klassischen Stoffwechsel-Kräuter wirken vor allem anregend auf die Harnproduktion. Das hilft zwar bei der Ausscheidung der Abfallstoffe, muss aber noch nicht unbedingt den Stoffwechsel aktivieren.

Eine besondere Rolle bei den Stoffwechsel-Pflanzen spielt der Blasentang, der aufgrund seines Jodgehaltes wirkt. In Jodmangelgegenden kann er durchaus helfen, eine träge Schilddrüse anzuregen. Aber wenn eine Jod-Überempfindlichkeit besteht, kann der Blasentang auch schädlich wirken. Man sollte die Anwendung des Blasentangs also mit dem Arzt absprechen.

Mate wirkt insofern stoffwechselfördernd, als es durch den Koffein-Gehalt anregend wirkt. Mate-Tee ist also vergleichbar mit Kaffee oder Tee. Außerdem fördert Mate die Ausscheidung des Harns. Diese Wirkungskombination macht ihn zu einem beliebten Abnehm-Kraut.

Folgenden Heilpflanzen werden unter anderem Stoffwechsel fördernde Eigenschaften zugeschrieben:

·         Birke

·         Blasentang

·         Eisenkraut / Verbena

·         Ginseng

·         Goldrute

·         Holunder

·         Ingwer

·         Löwenzahn

·         Liebstöckel

·         Mate

·         Schafgarbe

·         Süßholz

·         Wacholder

Heilpflanzen für den Zuckerstoffwechsel

Einige Heilpflanzen wirken regulierend auf den Zuckerstoffwechse. Sie können den Blutzuckerspiegel senken. Dadurch wird weniger Insulin benötigt, was das Abnehmen erleichtert.

Diese Heilpflanzen können auch bei leichten Diabetes-Formen helfend wirken.

Beim Abnehmen verhelfen diese Heilpflanzen zu einem ausgewogeneren Zuckerstoffwechsel.

Hier eine Liste bekannter Blutzucker senkender Heilpflanzen:

·         Zimt

·         Artischocke

·         Beifuß

·         Bohnenschalen

·         Ginseng

·         Heidelbeere

·         Wacholder

Heilpflanzen gegen zu viel Appetit

Wer mit viel Appetit zu kämpfen hat, wünscht sich oft ein Wundermittel, das den übermäßigen Appetit bekämpft.

In der Pflanzenwelt gibt es durchaus solche Mittel, die aber meistens erhebliche Nachteile mit sich bringen.

·         Hoodia

·         Verschiedene exotische, potentiell schädliche Pflanzen

 

Hoodia ist eine traditionelle Heilpflanze der Wüsten in Namibia, die von wandernden Nomaden gegen den Hunger gekaut wird. Daher ist sie ins Blickfeld der Pharmaindustrie geraten. Doch Hoodia gedeiht fast ausschließlich wild an ihren angestammten Plätzen und lässt sich kaum kultivieren. Daher wird an den Pflanzenbeständen ein enormer Raubbau betrieben, wenn sie übergewichtigen Menschen in aller Welt zur Verfügung gestellt wird. Außerdem ist die Wirkung von Hoodia fraglich, wenn man nicht proviantlos durch die Wüste zieht, sondern vor einem gefüllten Kühlschrank steht. Hoodia kann nämlich nicht dabei helfen, dem vollen Kühlschrank zu widerstehen.

Aus China werden hin und wieder verschiedene Heilpflanzen angeboten, die angeblich den Appetit senken sollen. Doch entweder wirken diese Pflanzen nicht, oder sie haben sehr starke Nebenwirkungen, die teilweise sogar lebensbedrohlich sind.

Bisher wurde keine gut verträgliche Heilpflanze entdeckt, die zuverlässig den Appetit von Wohlstandsbürgern mindern kann.

Teemischung für einen schlanken Bauch

Die folgende Teemischung wirkt auf verschiedene Weise gegen einen dicken Bauch.

Man kann sich 100 gr dieser Mischung als Vorrat zusammenstellen und mehrmals täglich draus einen Tee zubereiten.

Mit folgender Heilpflanzen-Kombination können Sie eine Teemischung herstellen.

·         20 gr Fenchel

·         20 gr Ingwer-Wurzel

·         20 gr Zimt

·         10 gr Süßholz-Wurzel

·         10 gr Wacholder-Beeren

·         10 gr Birkenblätter

·         10 gr Schafgarbe

 

Bewahren Sie die Teemischung in einem festen Papierbeutel oder in einem Glas an einem dunklen Platz auf.

So bereiten Sie den Tee daraus zu:

·         Nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel Teemischung pro Tasse Tee (ca. 250 ml).

·         Geben Sie die Teemischung in einen Teefilter-Beutel oder ein Teenetz.

·         Gießen Sie kochendes Wasser über die Kräuter.

·         Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen.

·         Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken.

 

Am besten trinken Sie von dieser Teemischung mindestens drei Tassen pro Tag.

Nachfolgend werden die verwendeten Heilpflanzen kurz beschrieben und erklärt, welche Aufgabe sie in der Teemischung erfüllen sollen:

Fenchel

Fenchelsamen schmecken leicht süß und aromatisch. Sie fördern daher den Geschmack des Tees.

Ihre Hauptwirkung richtet sich jedoch gegen Blähungen und Verstopfung.

Ingwerwurzel

Der Ingwer ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Man findet seine frischen, dickfleischigen Wurzeln heutzutage in den meisten gut sortierten Supermärkten. In dieser frischen Form kann man ihn zum Kochen verwenden oder auch frisch in den Tee. Er schmeckt dann besonders kräftig.

Ingwer hat viele Wirkungen, unter anderem stärkt er die Verdauung und regt den Stoffwechsel an.

Süßholzwurzel

Auch die Süßholzwurzeln schmecken angenehm süß. Sie erinnern ein wenig an Lakritze.

Süßholz gilt als stoffwechselfördernd. Es soll den Zellen der Körpergewebe dabei helfen, Gift- und Abfallstoffe abzusondern, damit sie ausgeschieden können.

Das unterscheidet das Süßholz von vielen anderen klassischen Stoffwechsel-Kräutern, die oft nur harntreibend wirken,

Zimt

Der Zimt fördert die Verdauung und senkt den Blutzuckerspiegel. Obwohl diese Tatsache noch nicht lange allgemein bekannt ist, wurde der Zimt schon seit Jahrhunderten als Gewürz für süßes Gebäck verwendet. So hilft der Zimt direkt vor Ort bei der Verdauung und Verstoffwechselung der süßen Speise.

In einem Tee kann der Zimt auch regulierend auf den Zuckerstoffwechsel einwirken und den Blutzuckerspiegel senken. Er eignet sich also sehr gut für einen Schlank-Tee, den er außerdem mit seinem typischen Aroma bereichert.

Wegen seines niedrigeren Cumarin-Gehaltes sollte man unbedingt den Ceylon-Zimt verwenden, dessen Rinden sich durch dünne, blättrige Schichten auszeichnen. Der stärker cumrainhaltige Cassia-Zimt hat deutlich dickere Rindenschichten.

Wacholder-Beeren

Wacholderbeeren sind den meisten Menschen nur als Gewürz bekannt, nicht aber als Heilpflanze. Doch der Wacholder hat ausgesprochen gute Heilwirkungen.

Für den Schlank-Tee eignet sich der Wacholder vor allem, weil er die Verdauung fördert, harntreibend wirkt, den Blutzuckerspiegel senkt und den Stoffwechsel anregt.

Auch geschmacklich machen sich die süßlich-würzigen Wacholder-Beeren sehr gut in einem Tee.

Am besten zerdrückt man die Beeren etwas, bevor man sie mit den anderen Kräutern vermischt. Dann kann sich ihr Aroma und die Wirkstoffe besonders gut entfalten.

Birkenblätter

Die Blätter der Birke sind klassische Kräuter für die schlanke Linie.

Birkenblätter wirken harntreibend und anregend auf den Stoffwechsel.

Auch der Blutzuckerspiegel soll von ihnen ein wenig gesenkt werden.

Schafgarbe

Die Schafgarbe hat ähnlich vielfältige Heilwirkungen wie der Wacholder. Sie fördert die Verdauung, lindert Blähungen und stärkt die Blutgefäße.

Im Schlank-Tee ist sie aber vor allem deshalb, weil sie die Hormonproduktion ins Gleichgewicht bringen kann. Sie kann also gegen eine Östrogendominanz helfen.
































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