Darminhalt

  
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Der Darm ist natürlich nicht leer, sondern voller Darminhalt. Dieser Darminhalt besteht in erster Linie aus der Nahrung in unterschiedlichen Verdauungszuständen.

Im oberen Teil des Dünndarms ist der Speisebrei noch teilweise als Nahrung zu erkennen. Im weiteren Verlauf wird er immer weiter zerlegt. Die Nährstoffe gehen nach und nach ins Blut über, sodass schließlich nur noch unverdauliche Reste im unteren Teil des Dünndarms und schließlich im Dickdarm verbleiben.

Viel Darminhalt durch Verstopfung

Je nachdem, wie schnell die Verdauung vonstatten geht, ist die Menge des Darminhaltes sehr unterschiedlich.

Bei manchen Menschen werden die Reste der gegessenen Nahrung innerhalb eines Tages als Stuhl ausgeschieden, bei anderen Menschen bleibt der Nahrungsbrei mehrere Tage lang im Darm bis er am Ende des Dickdarms angekommen ist.

Bei längerer Verweildauer des Nahrungsbreis kommt es meistens zur Verstopfung, denn dem Kot wird von Stunde zu Stunde immer mehr Flüssigkeit entzogen. Am Schluss ist der Kot dann mehr oder weniger hart und kann nur noch mit Mühe ausgeschieden werden.

Weil die Nahrung bei Verstopfung länger bis zur Ausscheidung braucht, befindet sich im Darm normalerweise mehr Nahrungsbrei als bei Menschen mit einer zügigen Verdauung.

Dieser Unterschied kann sich durchaus auf der Waage und beim Zentimetermaß bemerkbar machen.

Wahrscheinlich ist dies auch der Grund dafür, dass viele Abnehmwillige versuchen, der schlanken Linie durch Abführmittel auf die Sprünge zu helfen. Doch die Langzeitanwendung von Abführmitteln führt meist zur Gewöhnung, sodass die natürliche Verdauung immer schlechter funktioniert. Wenn man so stark abführt, dass es zu Durchfall kommt, tritt außerdem ein Mineralstoffverlust auf, der zu Gesundheitsschäden führen kann.

Besser als reichliche regelmäßige Abführmittel ist eine Optimierung der Ernährung für die Verdauung. Vollkornprodukte helfen besonders gut gegen Verstopfung, sofern man sie verträgt. Günstig sind auch viel Gemüse, Obst und Salat.

Ferner sollte man ausreichend trinken, damit der Körper nicht gezwungen wird, seinen Wasserbedarf zu stark aus dem Darm decken zu müssen. Auch ein Mindestmaß an Bewegung ist wichtig, um die Verdauung zu beleben. Weitere Informationen über Verstopfung finden Sie auf Seite 93.

Darmbakterien

Vor allem im Dickdarm leben Milliarden von Darmbakterien, die bei der Verdauung helfen und Vitamine herstellen.

Diese Darmbakterien, auch Darmflora genannt, sind für die Gesundheit des Menschen notwendig. Wir leben also in einer Symbiose mit diesen Darmbewohnern.

Die Darmbakterien sind so zahlreich, dass sie zusammengenommen mehrere Kilos wiegen.

Im Darm gibt es ganz unterschiedliche Arten von Bakterien. Einige davon, die Firmicuten, verwerten die Nahrung besonders effektiv, sodass der Körper aus der Nahrung mehr Kalorien erhält. Diese Firmicuten können in Notzeiten ein wahrer Segen sein.

Doch in Zeiten des Nahrungsüberflusses fördern Firmicuten die Entstehung von Übergewicht.

Man hat in Studien festgestellt, dass übergewichtige Menschen besonders viele Firmicuten in ihrem Darm beherbergen.

Wenn man also übergewichtig ist, hat man die Bakterienausstattung im Darm, um immer weiter zuzunehmen.

Doch wenn man es schafft abzunehmen, werden allmählich auch die Firmicuten im Darm weniger. Man ist diesen Darmbakterien also nicht völlig hilflos ausgeliefert.
































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