Hormone

  
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Mehrere Hormone wirken sich auf das Wachstum des Bauches aus. Teilweise hat der Bauch auch eine Wirkung auf die Bildung der Hormone, so dass eine Wechselwirkung besteht.

Insulin

Das Hormon Insulin steht in einer engen Wechselwirkung mit dem inneren Bauchfett, wie bereits ab Seite 65 ausführlich beschrieben wurde.

Obwohl Insulin als wichtiges Stoffwechselhormon in aller Munde ist, wird es nur selten als Blutwert untersucht. Bei den üblichen Blutuntersuchungen ist kein Insulinwert inbegriffen.

Doch wenn der Verdacht auf Insulinresistenz oder gar Diabetes besteht, sollte unbedingt der Insulinwert überprüft werden.

Ein erhöhter Insulinwert, vor allem auf nüchternen Magen, zeigt deutlich, dass der Kohlenhydratstoffwechsel nicht in Ordnung ist. Gegen einen eventuell vorhandenen Bauch sollte man also dringend etwas unternehmen. Dazu gehört neben vermehrter Bewegung eine Ernährung, die arm an schnell verwertbaren Kohlenhydraten wie Zucker oder Weißmehl ist. Auch mit Fruchtzucker sollte man vorsichtig sein.

Normale Insulin-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Insulin-Blutwerte:

·         Vor dem Frühstück                              4 - 24 pU/ml

·         Nach dem Essen                                  20 - 300 pU/ml

Schilddrüsen-Hormone: T3, T4, TSH

Die Hormone der Schilddrüse spielen eine ganz wesentliche Rolle für den Gesamt-Stoffwechsel. Sie steuern unter anderem die Körpertemperatur und den Blutdruck und dadurch auch, wie viel Energie der Körper verbraucht.

Eine Schilddrüsen-Unterfunktion ist nicht so selten, wie die meisten Menschen vermuten. Etwa ein Drittel aller Frauen über 40 leidet unter einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion, die nicht nur schlapp macht, sondern auch das Übergewicht fördert.

Außer einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse gibt es eine Schilddrüsenhormon-Resistenz, die sich durch einen erhöhten TSH-Wert (Schilddrüsen stimulierendes Hormon) zeigt. Solch eine Schilddrüsenhormon-Resistenz hat ähnliche Auswirkungen wie eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Sie wird beispielsweise durch eine Östrogen-Dominanz (siehe Seite 68) ausgelöst. Wie man sieht, stehen die Hormone miteinander in einer engen Wechselwirkung, selbst in Bereichen, in denen man es gar nicht vermutet.

Eine Untersuchung der Schilddrüsen-Hormone gehört zum Standard-Programm der Blutuntersuchungen.

Falls man hier vom Normalen abweichende Werte hat, sollte man sich unbedingt von einem Hormon-Facharzt (Endokrinologe) behandeln lassen. Die korrekte Behandlung von Schilddrüsen-Störungen ist nämlich nicht so einfach und bedarf viel Erfahrung in diesem Fachgebiet.

Normale Schilddrüsen-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Schilddrüsen-Hormon-Blutwerte:

·         T3 (Trijodthyronin)                              2,0 - 4,4 ng/l

·         T4 (Thyroxin)                                      9,3 - 17 ng/l

·         TSH                                                     0,27 - 4,2 mIU/l

Cortisol

Die starken Wirkungen des Hormons Cortisol auf das Wachstum des inneren Bauchfettes haben wir schon ab Seite 61 ausführlich beschrieben.

Die Untersuchung der Cortisol-Blutwerte wird jedoch nicht häufig vorgenommen. Möglicherweise muss man diese Untersuchung sogar aus eigener Tasche bezahlen. Der Hinweis auf ausgeprägten Dauerstress könnte jedoch für einige Kassen ein ausreichender Grund sein, diese Untersuchung zu bezahlen.

Normale Cortisol-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Cortisol-Blutwerte, die morgens höher sind als abends:

·         Morgens (8:00 Uhr)                             5 - 25 pg/dl

·         Abends (24:00 Uhr)                             < 5 pg/dl

Östradiol - Östrogene

Der Östrogen-Wert wird von Frauenärzten bei Wechseljahrs-Untersuchungen relativ häufig ermittelt.

Doch der Östrogen-Wert schwankt von Tag zu Tag und in den Wechseljahren teilweise auch von Minute zu Minute. Um einen zuverlässigen Eindruck über den Östrogenspiegel zu erhalten, sollte man also mehrere Untersuchungen durchführen.

Außerdem ist der Östrogen-Wert im Blut nicht unbedingt aussagekräftig über den Östrogen-Spiegel im Gewebe. Dazu ist mitunter ein Speicheltest aussagekräftiger.

Selbst ein niedriger Östrogenwert spricht nicht zwangsläufig gegen eine Östrogen-Dominanz. Wenn der Progesteronwert noch niedriger ist, kann durchaus eine Östrogen-Dominanz vorliegen. Paradoxerweise können sogar Östrogenmangel und Östrogen-Dominanz gleichzeitig vorliegen. Man leidet dann sowohl unter den Beschwerden eines Mangels (z.B. trockene Schleimhäute) als auch unter den Beschwerden einer Dominanz (z.B. Wassereinlagerungen).

Eine Untersuchung der Östrogenwerte ist zwar interessant, aber aus den genannten Gründen nicht immer aussagekräftig genug, um in der Praxis hilfreich zu sein. In den Wechseljahren kann man sich diese Untersuchung im Normalfall eigentlich sparen. Wenn man jedoch bei jüngeren Frauen oder Männern den Verdacht hat, dass die Östrogenwerte nicht in Ordnung sind, macht eine Untersuchung durchaus Sinn.

Normale Östradiol-Laborwerte

Die Blutwerte von Östradiol hängen davon ab, in welcher Zyklus-Phase man sich gerade befindet.

In der zweiten Hälfte der Wechseljahre lässt der Östradiolspiegel naturgemäß nach. Das führt häufig zu zahlreichen Beschwerden.

·         Follikelphase (vor dem Eisprung)        12,5 - 166 ng/l

·         Ovulationsphase (beim Eisprung)        85,8 - 498 ng/l

·         Lutealphase (nach dem Eisprung)        43,8 - 211 ng/l

·         Nach den Wechseljahren                     < 5 - 55 ng/l

Progesteron

Wie die Östrogenwerte schwankt auch der Progesteronwert von Tag zu Tag und in den Wechseljahren noch erheblich kurzfristiger.

Eine mehrmalige Untersuchung ist also notwendig, um ein korrektes Bild der Situation zu erhalten.

In den Wechseljahren ist eine Progesteronuntersuchung meistens überflüssig, weil man davon ausgehen kann, dass die Werte deutlich sinken.

Wenn man jedoch in jüngeren Jahren stark unter PMS leidet oder die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist, dann ist eine Progesteronuntersuchung durchaus sinnvoll und notwendig.

Normale Progesteron-Laborwerte

Die Blutwerte von Progesteron hängen davon ab, in welcher Zyklus-Phase man sich gerade befindet.

In den Wechseljahren lässt der Progesteronspiegel naturgemäß nach. Das führt häufig zu zahlreichen Beschwerden.

·         Follikelphase (vor dem Eisprung)        0,2 - 1,5 µg/l

·         Ovulationsphase (beim Eisprung)        0,8 - 3,0 µg/l

·         Lutealphase (nach dem Eisprung)        1,7 - 27,0 µg/l

·         Nach den Wechseljahren                     < 0,8 µg/l

Testosteron

Für die Testosteronwerte gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für die Östrogenwerte. Allerdings schwanken die Testosteronwerte nicht im Rahmen des Monatszyklus.

Sinnvoll ist eine Untersuchung der Testosteronwerte, wenn man bei Männern einen Mangel vermutet. Bei Frauen macht eine Testosteronuntersuchung Sinn, wenn es beispielsweise zu ausgeprägtem Bartwuchs kommt.

Normale Testosteron-Laborwerte

Die normalen Testosteron-Blutwerte von Männern und Frauen unterscheiden sich im Allgemeinen deutlich:

·         Männer                                                3,5 - 8,6 ng/l

·         Frauen                                                  < 0,86 ng/l
































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