Ödeme - Wassereinlagerungen



Der dicke Bauch

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Besonders gefürchtet bei Abnehmwilligen sind Wassereinlagerungen. Sie können innerhalb von wenigen Stunden das Körpergewicht um mehrere Kilos steigern, wenn sie sich kurzfristig bilden.

Solche Wassereinlagerungen werden auch Ödeme genannt. Sie treten besonders oft in den Füßen und Beinen auf und sorgen dort für starke Spannungsgefühle und Schwellungen. Aber auch der Bauch kann durch Ödeme anschwellen.

Bauch-Ödeme durch Östrogen-Dominanz

Vor allem bei Frauen kommt es auch häufig im Bauch zu Wassereinlagerungen. Diese Wassereinlagerungen im Bauch sind bei den betroffenen Frauen meist hormonell bedingt. Sie entstehen vor allem durch ein Hormonungleichgewicht zugunsten der Östrogene. Wenn das weibliche Hormon Progesteron zu wenig ist, dominiert das Östrogen, was zu zahlreichen Gesundheitsbeschwerden führt, unter anderem zu Ödemen im Bauchraum.

Sehr oft kommt es in den Tagen vor der Periode zu diesem Hormonungleichgewicht. Kurz vor der Periodenblutung nehmen die betroffenen Frauen zu und der Bauch wird spürbar dicker.

Die gewohnten Hosen passen nicht mehr und auch das Zentimetermaß zeigt deutlich, dass der Bauch geschwollen ist.

Die Frau hat jedoch kein Fett zugenommen, sondern es ist nur Gewebswasser, das sich im Bauch eingelagert hat.

Nach der Periode verschwindet der dicke Bauch und die vorübergehende Gewichtszunahme meistens ganz von selbst wieder.

Bei manchen Frauen besteht das Ungleichgewicht zugunsten der Östrogene jedoch dauerhaft und nicht nur kurz vor der Periode. Das ist insbesondere bei Frauen in den frühen Wechseljahren der Fall, also etwa ab 40.

Manche Frauen leiden aber auch schon in jüngeren Jahren unter diesem hormonellen Ungleichgewicht. Diese Frauen haben meistens auch Probleme mit dem prämenstruellen Syndrom und andere Störungen der Gesundheit. Der Bauch ist häufig den ganzen Monat über mehr oder weniger durch Ödeme geschwollen.

Beim hormonellen Ungleichgewicht zugunsten des Östrogens spricht man auch von einer Östrogen-Dominanz (siehe Seite 68).

Aber nicht nur eine Östrogen-Dominanz kann zu Wassereinlagerungen im Bauchraum führen.

Bauch-Ödeme durch salzreiches Essen

Salzreiches Essen fördert allgemein die Wassereinlagerung im Gewebe. Diese Wassereinlagerungen spürt man deutlich in den Beinen, man kann sie aber auch am leicht angeschwollenen Bauch erkennen.

Wenn man sich normalerweise eher salzarm ernährt und isst dann eine einzige salzreiche Mahlzeit, beispielsweise Suppe oder ein Essen im Restaurant, dann kann man eine Gewichtszunahme von bis zu einem Kilo feststellen. Bei mehreren salzreichen Mahlzeiten kann die Gewichtszunahme sogar noch mehr betragen.

Bei diesem Gewicht handelt es sich nicht um Fett (es sei denn, das Essen war extrem kalorienreich), sondern um Wassereinlagerungen.

Zwar findet ein Großteil dieser Wassereinlagerungen in den Beinen statt, aber auch im Bauch setzt sich eine gewisse Wassermenge fest. Man kann also eventuell eine geringe Zunahme des Bauchumfangs messen.

Das Salz bindet sozusagen das Körperwasser an sich und verhindert, dass genug Wasser ausgeschieden wird.

Wenn man reichlich Wasser trinkt, verlieren sich diese Ödeme meistens schnell wieder. Wasser wirkt nämlich verdünnend auf das vermehrte Salz im Körper und hilft dabei, das Salz und das Wasser wieder auszuscheiden.

Außerdem sollte man die Salzaufnahme wieder in normalen Maßen halten, damit nicht neues Salz zu erneuten Ödemen führt.

Diese Erläuterungen sollen jedoch kein Plädoyer für eine salzarme Ernährung sein.

Menschen mit einem normalen Blutdruck und auch die meisten Menschen mit moderatem Bluthochdruck dürfen normal viel Salz zu sich nehmen.

Eine besonders salzarme Ernährung verhilft im Allgemeinen nicht zu einer verbesserten Gesundheit und hilft bei einem Großteil der Bluthochdruck-Patienten auch nicht dabei, den Blutdruck zu senken.

Bei heißem Wetter oder ausgeprägter körperlicher Anstrengung braucht man sogar deutliche Mengen Salz neben einer reichlichen Wasserzufuhr.

Auf der anderen Seite ist es jedoch nicht gesundheitsförderlich zu viel Salz zu sich zu nehmen.

Moderne Fertiggerichte und auch Mahlzeiten in Restaurants sind meistens zu salzig im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf. Der Geschmackssinn vieler Menschen ist auf zu salzig getrimmt.

Daher gilt in gewisser Hinsicht, dass man mit dem Salzverbrauch maßvoll sein sollte. Ein bis drei Gramm Salz pro Tag sind eine sinnvolle Salzmenge für Erwachsene.

Bei extrem starkem Schwitzen kann man jedoch bis zu 20 Gramm Salz am Tag brauchen, neben bis zu zehn Liter Wasser.

Bauch-Ödeme durch Leberzirrhose

Wassereinlagerungen im Bauch können unter anderem auch durch eine Leberzirrhose verursacht werden.

Man spricht dann auch von einem Aszites, das ist ein Wasserbauch oder eine Bauchwassersucht. Das Wasser befindet sich bei dieser Form frei in der Bauchhöhle.

Wenn die Leber ihre Arbeit nicht mehr ausreichend erledigen kann, staut sich das Blut, das aus dem Darm kommt. Durch den Stau kommt es zum erhöhten Druck im sogenannten Pfortadersystem, das zur Leber führt. Ein Teil der Flüssigkeit des Blutes tritt durch die Gefäßwände aus und landet im Bauchraum. Dort sammelt es sich nach und nach immer mehr an.

Zu einer solchen Situation kann es durch Leberzirrhose, Leberkrebs oder andere Lebererkrankungen kommen.

Der Bauch schwillt infolge des Aszites immer mehr an. Er kann enorme Ausmaße annehmen.

Ein typisches Phänomen bei einem Aszites ist die Tatsache, dass der Bauch sozusagen schwappt. Wenn man den Bauch auf einer Seite anstößt, fühlt man die Welle auch noch auf der anderen Seite. Das genaue Gefühl für dieses Phänomen haben jedoch nur Fachleute, also vor allem Ärzte. Als Laie kann man einen Bauch kaum sicher beurteilen, denn jeder Bauch bewegt sich etwas mit, wenn man ihm einen Schubs gibt.

Ob ein Aszites aufgrund einer Lebererkrankung besteht, kann man einerseits an einer Bauchuntersuchung erkennen und andererseits an den Blutwerten der Leber. Die sogenannten Leberwerte sind bei Lebererkrankungen deutlich verändert.

Wenn der Verdacht auf einen Aszites besteht, sollte der Arzt also unter anderem die Leberwerte untersuchen lassen.

Die Behandlung besteht dann einerseits in der Behandlung der Grunderkrankung und andererseits im Ablassen des Bauchwassers.

Hungerbauch

Auf Fotos von hungernden Kindern haben wir fast alle schon den sogenannten Hungerbauch gesehen. Er ist geradezu ein typisches Merkmal von verhungernden Kindern.

Arme und Beine sind dünn wie Stecken und der Bauch wölbt sich kugelartig nach vorne.

Bei dem vorgewölbten Bauch handelt es sich um eine Form des Aszites, es ist also ein Wasserbauch.

Er entsteht nicht etwa durch eine allgemeine Mangelversorgung mit Kalorien, sondern durch zu wenig Proteine.

Der Körper braucht Proteine (Albumine), um das Wasser in den Blutgefäßen halten zu können. Wenn der Körper viel zu wenig Eiweiße hat, dann wandert das Wasser aus den Blutgefäßen in den Bauchraum und sammelt sich dort an. Es kommt zu einem dicken Kugelbauch. Auch die Füße schwellen meistens deutlich an und es kommt zu weiteren Symptomen.

Der Hungerbauch durch Proteinmangel in Hungersituationen wird auch Kwashiorkor genannt.

Häufig tritt der Hungerbauch auch dann auf, wenn ausreichend Kohlenhydrate und Fette verfügbar sind. Das Problem, das zum Hungerbauch führt, ist das Fehlen der Eiweiße in der Nahrung.

Die Menschen, die unter einem Hungerbauch leiden, sind also nicht zwangsläufig extrem dünn an Armen und Beinen. Je nach Situation können sie auch relativ normal wirken, abgesehen vom geschwollenen Bauch und geschwollenen Füßen. Auch das Gesicht ist häufig aufgetrieben.

Ein Hungerbauch könnte also auch durchaus auftreten, wenn sich ein Mensch in den Industrieländern besonders eiweißarm ernährt. Denkbar wäre dies bei strengen Veganern, die nicht genug auf ausreichend pflanzliche Eiweiße achten. Auch eine besonders achtlose Ernährung oder einseitige Diäten könnten theoretisch zu einem Hungerbauch führen.

Wenn der Bauch also im Verhältnis zum restlichen Körper extrem stark aufgetrieben ist, sollte man ihn auf Wassereinlagerungen untersuchen lassen. Dies gilt vor allem dann, wenn man sich sehr eiweißarm ernährt.
































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