Gesundheitskiller Nummer eins

  
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Wenn man Artikeln und Reportagen der Medien Glauben schenkt, kann man in den letzten Jahren zu dem Schluss kommen, dass schon ein kleines Bäuchlein eine tödliche Bedrohung darstellt.

Selbst bei Normalgewicht sollen manche Menschen angeblich so viel von dem schädlichen inneren Bauchfett haben, dass ihnen der baldige Herztod droht.

Aber ist diese Hysterie berechtigt? Ist das innere Bauchfett tatsächlich so gefährlich?

Zunächst sollte man innehalten und sich fragen, wie es normalerweise mit neuen, brisanten Themen läuft.

Meistens wird ein neues Thema wie die sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben. Neu gewonnene Erkenntnisse werden maßlos übertrieben. Einige Jahre später, wenn man etwas mehr über das Thema weiß, wird alles relativiert und von der großen Dramatik bleibt nur ein Teil zurück.

So wird es vermutlich auch mit dem dicken Bauch geschehen.

Zur Zeit hat man einige Studien, die eindeutig darauf hindeuten, dass Menschen mit viel innerem Bauchfett höhere Blutfettwerte haben, öfter unter Bluthochdruck und Arteriosklerose leiden und häufiger an Schlaganfall und Herzinfarkt erkranken. Auch die Krebsgefahr soll deutlich ansteigen.

Insgesamt wird mit dem vergrößerten Bauchumfang ein erhöhtes Sterberisiko verknüpft.

Zu diesen Erkenntnissen kam beispielsweise der Wissenschaftler Eric J. Jacobs aus Atlanta, wo er für die Amerikanische Krebsgesellschaft forscht. Zwischen 1997 und 2006 führte er eine Studie mit 104.843 Menschen durch. Diese Menschen waren über 50 Jahre alt, von ihnen starben 14.647 im Zeitraum der Studie.

In Hinblick auf den Taillenumfang stellten die Forscher fest, dass Frauen mit einem Taillenumfang von mehr als 110 cm etwa doppelt so häufig starben, wie Frauen mit einem Taillenumfang von unter 75 cm. Männer mit einem Taillenumfang von über 120 cm hatten ein doppelt so hohes Sterberisiko wie Männer mit einem Umfang von unter 90 cm.

Besonders gravierend war in dieser Studie der Zusammenhang zwischen Sterberisiko und Taillenumfang bei normalgewichtigen Frauen, die einen dicken Bauch hatten. Es geht hier also um Frauen, die ansonsten schlank sind, aber einen deutlich gerundeten Bauch haben.

Andere Studien sind in den letzten Jahren zu ganz ähnlichen Ergebnissen gekommen, die nur in Details voneinander abweichen. Immer wieder wird ein Zusammenhang zwischen einem großen Taillenumfang und verstärkter Neigung zu Krankheiten festgestellt.

Doch aus den meisten Studien geht nicht eindeutig hervor, ob das innere Bauchfett tatsächlich die Ursache für die Gesundheitsgefährdung ist oder ob es gemeinsame Ursachen für beide Phänomene gibt.

Egal, ob der dicke Bauch die Ursache für Erkrankungen ist oder nur ein gemeinsames Symptom, so ist ein auffallend dicker Bauch jedoch ein klares Alarmsignal. Wenn der Bauchumfang im Verhältnis zum restlichen Körper besonders groß ist, besteht offenbar eine erhöhte Gefahr, an Herzkreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu erkranken.
































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